Der erste "Kursus Internistische Intensivmedizin" fand im Oktober 1999 statt. Initiatoren waren die damligen Oberärzte der Medizinischen Intensivstation der Uniklinik Würzburg, Prof. Dr. Heiner Langenfeld und Dr. Gabriel Burrows. Ursprung war ein stationsinternes Skript mit Handlungsanweisungen für die Intensivstation, welches bereits seit einigen Jahren existierte und ständig aktualisiert wurde. Dieses fand stets Interessenten auch außerhalb der Station und wurde vielfach zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung eingesetzt.
Die Idee war, mittels Vorträgen und Videopräsentationen jungen Weiterbildungsassistenten, die vor oder am Anfang ihrer Rotation auf die Intensivstation standen, auf ihren Einsatz auf der Intensivstation vorzubereiten.
Nachdem die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen waren, begann der erste Kurs am 9.10.1999 im Hörsaal der Medizinischen Klinik. Ergänzend erhielten die Teinehmer unser Stationsskript. Zu unserer Überraschung setzten sich die Teilnehmer zu einem großen Teil nicht aus den erwarteten jungen Assistenzärzten, sondern aus Chef- und Oberärzten der umliegenden Krankenhäuser zusammen.
Der Erfolg dieser ersten Veranstaltung veranlasste uns, ab 2000 diesen Kurs zweimal im Jahr anzubieten. Auf die unerwartet inhomogene Zusammensetzung des Teilnehmerkreises reagierten wir, indem wir den Kurs von 2 auf 3 Tage verlängerten und den 1. (kürzeren) Kurstag gezielt an die Anfänger in der Intensivmedizin richteten. Am Freitag wurden Techniken und Grundlagen präsentiert, Samstag und Sonntag die wichtigsten Krankheitsbilder. Somit bestand die Möglichkeit, abhängig von den bestehenden Vorkenntnissen den gesamten Kurs oder nur den speziellen Teil am 2. und 3. Tag zu belegen.
Das Stationsskript stellten wir sukkzessive in ein kursbegleitendes Skript um, das sich inhaltlich und in der Reihenfolge streng an den Vorträgen orientierte. Aus diesem begleitenden Skript entstand das ausführlichere "Kochbuch Internistische Intensivmedizin", verfasst von den Kursinitiatoren, ergänzt um Kapitel unserer Gastreferenten. Dieses "Kochbuch", dessen zentraler Gedanke - wie in unserem Kurs - die pragmatische Handlungsanleitung für den Intensivmediziner ist, erschien erstmalig im Jahr 2001 im FrankoMed Fachverlag. Die große Nachfrage, aber auch der medizinische Fortschritt machten Neuauflgen 2003 und zuletzt 2007 erforderlich. Das "Kochbuch" können Sie während des Kurses probelesen und erwerben.
Auch wenn sich an der Zusammensetzung des Teilnehmerkreises in den folgenden Jahren wenig änderte, wurde das Angebot der Buchung von einzelnen Kursteilen in 3 Kursen nur ein einziges Mal in Anspruch genommen, so dass wir ab 2002 auf diese Buchungsoption verzichteten.
Der ursprüngliche Veranstaltungsraum erwies sich als ungeeignet. Die Bestuhlung im Hörsaal war zu unbequem für eine derart umfangreiche Veranstaltung, die Klimaanlage war schnell überfordert. Die Suche nach Räumlichkeiten, in denen die technischen Voraussetzungen ebenso gegeben waren wie unsere Anforderungen an den Komfort der Teilnehmer, führte uns in den Pfarrsaal St. Josef, in dem wir den Kurs seit 2001 durchführen.
Aus gesundheitlichen Gründen musste sich Prof. Langenfeld ab 2007 schrittweise aus dem Kurs zurückziehen. Im Sommer 2009 ist Prof. Langenfeld verstorben. Die Kontunuität der Veranstaltung konnte jedoch dadurch gewahrt werden, dass sein Nachfolger auf der Medizinischen Intensivstation, PD Dr. Maier, in Organisation und Vorträgen den Part von Prof. Langenfeld übernahm. Als Konsequenz wurde schließlich die Gesellschaft, die unsere Kurse seit 1999 veranstaltete und von Prof. Langenfeld und Dr. Burrows geführt wurde, im März 2009 (anlässlich des 20. Kurses) neustrukturiert. Gesellschafter sind neben Dr. Burrows nun PD Dr. Maier und die Mitwirkenden, die den Kurs von Anbeginn mitprägten: Michael Frisch und PD Dr. Müllges.
Zum 20. Kurs im März 2009 veränderte sich damit zum Einen die Zusammensetzung der Gesellschafter. Zum Anderen übernahm die neu gegründete Med Bull GmbH die gesamte organisatorische Arbeit, so dass sich die Gesellschafter der KoMed auf ihre medizinische Kernkompetenz konzentrieren konnten. Zum ersten Mal seit 2000 boten wir auch wieder Workshops an, die in den ersten Kursen von den Teilnehmern sehr bergrüßt, aber kaum in Anspruch genommen worden waren. Um dieses Konzept weiter zu stärken, haben wir den Kurs ab Oktober 2009 auf 3 volle Tage ausgedehnt, ein Anliegen, das wir seit langem hatten, dessen Umsetzung aber erst jetzt unter den veränderten Bedingungen auf dem ärztlichen Arbeitsmarkt möglich wurde.
Die beim 21. Kurs im Oktober 2009 erstmalig angeboteten Beatmungsworkshops der Fa. Maquet wurden außerordentlich gut aufgenommen, so dass diese in Zukunft ein fester Bestandteil des Kursprogrammes sind.
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